Zehn Tage auf dem Motorrad, quer durch den Peloponnes – eine Reise, die alle Sinne berührte. Eingebettet in den Duft des Frühlings, führten uns durch das Herz des Peloponnes – auf zwei Rädern, dem Wind entgegen. Mit jedem Kilometer atmeten wir den Frühling ein: den betörenden Duft frisch erblühter Blumen, der in den Kurven die Luft erfüllte, die Wärme der Sonne auf der Haut, der Blick in endlose Weiten, während vor uns die Landschaft ihre ganze Schönheit offenbarte.
Wir fuhren auf kleinen, verschlungenen Straßen, wo links und rechts Orangenbäume, Zitronenbäume und Frische Frühlingsblumen standen, so weit das Auge reichte. Ihr süßer Blütenduft mischte sich mit dem Fahrtwind – ein Aroma, das man nicht vergisst. Und immer wieder: das glitzernde Blau des Meeres, das wie ein Gemälde am Horizont erschien. Sein salziger Duft, kaum greifbar, schenkte uns jedes Mal ein stilles Lächeln.
Was wir erlebten, war mehr als nur eine Reise. Es war Begegnung. Mit Menschen, die offen, herzlich und voller Lebensfreude sind. Costa in Olympia, selbst Motorradliebhaber, schüttelte lachend den Kopf, als er sah, was wir bereits gefahren waren – und noch vorhatten. „Ihr seid verrückt“, meinte er. Vielleicht. Aber für uns ist der Weg das Ziel – und das verstehen nicht alle.
Wir teilten die Strassen mit allen möglichen Gefährten: mit Hunden und Katzen, Eseln und Ziegen, Schlangen und Schafen, mit Kühen, Pferden – und sogar mit Schildkröten, denen wir beim Überqueren der Straße halfen. Kleine Begegnungen, die im Herzen bleiben.
Natürlich durfte auch die Geschichte nicht fehlen. Griechenlands Mythen und Legenden begleiteten uns, wohin wir auch fuhren. Wir wanderten durch Ruinen, erkundeten Festungen und Burgen – Olympia, Mystras, Methoni, Monemvasia… Orte, in denen die Vergangenheit noch leise spricht und das Herz berührt.
Und dann – das Essen. Ein Fest für den Gaumen, Tag für Tag. Alles, wirklich alles, was wir probierten, war voller Geschmack, voller Liebe. Mal ließen wir uns beraten, mal wählten wir selbst – und jedes Mal wurde es ein Genuss. Wer uns kennt, weiß: Wir lieben das Neue. Und Griechenland hat uns reich beschenkt.

Kalispèra – schön war’s. Und nun: Auf zu neuen Wegen ins Festland…


